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Verwirrung um Fahrplanänderung

Für große Verwirrung sorgte die Berichterstattung in den Westfälischen Nachrichten vom 12.02.2016 zur Anbindung des Stadtteils Handorf an den gewohnten 10-Minuten-Takt mit den Buslinien 2 und 10. Unter dem Titel „Handorf ist der Anfang – Münsters Busverkehr wird sich in den kommenden Jahren grundlegend wandeln“ wurde der Eindruck erweckt, dass der neue Nahverkehrsplan den Stadtteil Handorf zukünftig nur noch im Rhythmus von 20 Minuten bedient. Darüber hinaus hielten sich hartnäckige Gerüchte, dass die Linie 2 bis nach Handorf hinaus sogar ganz entfällt.

An keiner Stelle wurde erwähnt, dass die Stoßzeiten im Zeitraum von 7 bis 9 Uhr sowie von 16 bis 18 Uhr von dieser Regelung ausgenommen sind und den Berufspendlern und Schülern in diesem Zeitraum nach wie vor die Linie 2 bis zur Kaserne zur Verfügung steht. Kein Wunder, dass eine solche Berichterstattung zunächst hohe Wellen schlug.

Erst am 16.02.2016 erfolgte unter dem Titel „Der Fahrplan wird schmaler“ eine Richtigstellung in der WN über die tatsächliche Beschlusslage. Der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Münster Thomas Fastermann stellt in diesem Zusammenhang klar:

„Selbstverständlich soll Handorf auch künftig gute Verbindungen haben. Dafür haben wir uns eingesetzt. Immer dann, wenn viele Menschen unterwegs sind, in den Hauptverkehrszeiten, wird auch der 10-Minuten-Takt erhalten bleiben. Morgens und nachmittags wird weiterhin über die Warendorfer Straße ein 10-Minuten-Takt zwischen Handorf und Münster bestehen. Zusätzlich fährt eine neue Buslinie vom Schifffahrter Damm über Mariendorf und Sudmühle nach Handorf und weiter zum Waldfriedhof Lauheide.
Zudem beauftragen wir die Verwaltung mit einem "Qualitätsprogramm", um Pünktlichkeit und Schnelligkeit zu verbessern, etwa durch Ampelbeeinflussung und Busspuren. Dafür legt die Verwaltung ein jährliches Arbeitsprogramm auf. Außerdem erhält die Linie 10 in ihrem West-Ast eine neue Linienführung, so dass auch hier mit Verbesserungen der Pünktlichkeit zu rechnen ist.“

Aus Sicht des SPD-Ortsvereins ist die Begründung für die Konzentration des 10-Minutentaktes auf die Stoßzeiten nachvollziehbar, weil offensichtlich die Fahrgastfrequenz eine Aufrechterhaltung des bisherigen Angebotes nicht rechtfertigt. Es bleibt von daher abzuwarten, wie sich die weitere Nutzung der Buslinien für Handorf entwickelt.