Aktuelles

Feuerwehr und Werse Thema im Umwelt- und Bauausschuss der Stadt

ludger_flyer2Die gestrige Sitzung des AUKB (Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen) hatte gestern gleich drei wichtige Themen auf der Tagesordnung.

  • Feuerwehrgerätehaus Handorf 

Was lange währt, wird endlich gut. Der Neubau des Feuerwehrgerätehauses ist gestern einstimmig beschlossen worden. Ausgerechnet die Wortmeldung eines CDU-Mitglieds mit Fragen zur Qualität des Passivhausstandards und der baulichen Ausrichtung des Gerätehauses löste einigen Unmut aus. Die Verwaltung wies den Fragensteller darauf hin, dass es nicht um einen Passivhausstandard im Sinne des Wohnens gehe, sondern um ein Gerätehaus mit Passivhauselementen. Außerdem sind Lage und Ausrichtung des Gebäudes das Ergebnis langwieriger Verhandlungen und Abstimmungen mit der Fachverwaltung (Feuerwehr). 

SPD-Ratsherr Ludger Steinmann beendete die "Fragestunde" mit dem Hinweis, dass die Dachfläche des Gebäudes genug Möglichkeiten bietet, auch noch zu einem späteren Zeitpunkt eine aktive Photovoltaik-Nutzung zuzulassen. Ansonsten gilt der Grundsatz: Sofort mit dem Bau anfangen!  

  • Situation Werse

Im Vorfeld hat der umweltpolitische Sprecher der SPD-Fraktion Ludger Steinmann um Berichterstattung über den baulichen Zustand des Wehres an der Sudmühle, den abgesenkten Wasserstand und die negativen Auswirkungen auf das Fließgewässersystem der Werse gebeten. Der abgesenkte Wasserstand um einen Meter löst ein ökologisches Desaster aus. Ufervegetation und Wasserpflanzen verfaulen, das bisher unter Wasser gelegene Bodensubstrat gast aus und führt zu erheblichen Geruchsbelästigungen im nahen Umfeld. Das löst quasi "über Nacht" negative Folgen für die Flora und Fauna des Flusses aus.

Die Stadtverwaltung erklärte hierzu, dass die Absenkung erforderlich wurde, da sich das Wehr an der Sudmühle in einem desolaten baulichen Zustand befände und die Stand- und Funktionssicherheit der Anlage nicht mehr gewährleistet ist. Derzeit würde mit Hochdruck an einem Konzept zur zukünftigen baulichen Lösung gearbeitet. Klar scheint nur zu sein, dass erhebliche Kosten auf die Stadt zukommen (ca. 500.000 €) und aufgrund des Zeitdrucks wohl nur eine gleichartige Ersatzlösung in Frage komme. Auf unsere Nachfrage, ob hier jetzt nicht die Gelegenheit ergriffen werden kann, auf das Wehr ganz zu verzichten und dem Fluss über andere bauliche Maßnahmen (Sohlgleiten) einen natürlichen Verlauf zurückzugeben, wies die Verwaltung auf die langwierigen Genehmigungsverfahren für eine solche Maßnahme hin. "Wünschenswert, aber in den nächsten 5-10 Jahren wahrscheinlich nicht umsetzbar", so die Verwaltung. Die SPD-Fraktion hat sich dennoch dafür ausgesprochen, den erforderlichen Neubau des Wehres mit baulichen Maßnahmen zur ökologischen Optimierung der Werse zu kombinieren. Die Gelegenheit ist günstig, die Barriere Sudmühle endlich so zu gestalten, dass die aquatische Lebewelt wieder ungehindert wandern kann. Die SPD bleibt hier am Ball.

  • Fahrradweg Handorfer Straße

"Die Umbaumaßnahmen sind fast beendet, die Strasse wieder frei. Das Baustellenmanagement hat gut geklappt". So lobte der stellvertr. Ausschussvorsitzende Gerhard Joksch die Baumaßnahme an der Handorfer Strasse. Nach Auffassung von SPD und Grünen fehlt jetzt aber noch der Lückenschluss im Rad- und Gehweg vom Gartencenter zur Gildenstrasse. Die Verwaltung hat die Situation im Blick und werde die notwendigen Maßnahmen planen und möglichst erwirken, lautete der Tenor vom Tiefabauamt.