Aktuelles

Bürgerversammlung voller Erfolg

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Was haben wir erreicht? Wofür setzen wir uns ein? Welche politischen Schwerpunkte setzt die SPD nach der Kommunalwahl? Diese Fragen wurden am Donnerstag abend vor einem interessierten Publikum erörtert und zur Diskussion gestellt. Unsere Gäste aus der Ratsfraktion, die sportpolitische Sprecherin der SPD Gaby Kuby-Steltig und der schulpolitische Sprecher Robert von Olberg, unterstützten die Ratskandidaten Michael Dauskardt und Ludger Steinmann. Robert von Olberg fasste zunächst die stadtweit erreichten Ziele wie Schuldenabbau, Schulsanierungen, KiTa-Ausbau, GoCard für Schüler und Wiedereinführung des Münster-Pass zusammen und warb für das Vertrauen, den eingeschlagenen Weg mutig weiter zu gehen. 

Ludger Steinmann stellte den Gästen dann die zukünftigen Planungen und Entwicklungen im Stadtteil vor, mit denen Handorf und der Bezirk Ost in naher Zukunft konfrontiert werden:

Der von der SPD auf den Weg gebrachte Neubau des Feuerwehrgerätehauses rückt in greifbare Nähe, ein Baubeschluss wird derzeit erarbeitet. Die SPD verteidigt auch die ablehnende Haltung zu Reduktionsvarianten in der Bauausführung. „Das Feuerwehrgerätehaus muss so gebaut werden, dass die Arbeit der Feuerwehr für die nächsten 50 Jahre sichergestellt wird. Das Gerätehaus eignet sich nicht als Testobjekt für Fassadenbauweisen, deren langfristiger Bestand nicht absehbar ist“, betont Steinmann.    

Die Verlagerung der Sportstätten östlich der Hobbeltstraße und die Umwandlung der frei werdenden Flächen in Wohnbauland ist zu einem festen Bestandteil des Baulandprogramms 2020 der Stadt Münster geworden. Die SPD wird die kurzfristige Umsetzung des Projekts nach der Kommunalwahl vorantreiben. 

Gelmer und Handorf werden Standorte für Flüchtlingsunterkünfte für 45 bzw. 50 Personen. Während die Planungen in Gelmer langfristig auf den Weg gebracht wurden, wird die ehemalige Freibadwiese in Handorfs Mitte kurzfristig mit Wohncontainern bebaut. „Die aktuelle Flüchtlingsproblematik zwingt uns zu schnellem Handeln“, erklärt Ludger Steinmann. Trotzdem muss eine ausreichende sozialarbeiterische Betreuung sichergestellt werden.

Die neu aufgeworfene Bäderdiskussion stellt fest, was die SPD schon lange wusste: das Schwimmbad in Handorf ist zur Aufrechterhaltung eines flächendeckenden Angebots für das Schul- und Vereinsschwimmens unverzichtbar. Auch das Projekt um ein Freizeit- und Wellnessbad in Gievenbeck schafft keine Konkurrenzsituation. Die Bäderdebatte wird innerhalb der SPD als eine „sowohl… als auch…“-Lösung diskutiert, nicht als „entweder…oder“!

Die Schaffung zusätzlicher Kita-Plätze im U3-Bereich hat auch in Münsters Osten zu Veränderungen geführt. Neue Kitas sind entstanden, die bestehenden wurden weiter ausgebaut. Es ist nicht auszuschliessen, dass teilweise in einzelnen Einrichtungen Betreuungsmissverhältnisse zwischen U3 und Ü3-Kindern entstehen. Hier muss zeitweise baulich und finanziell aufgestockt werden, denn für die SPD gilt: kein Kind soll im Wechsel von U3 zu Ü3 die Kita wechseln müssen. 

Der Entwurf des 3. Nahverkehrsplans hat Auswirkungen auf Handorf. Die Linie 2 soll an der Danziger Freiheit enden, die Linien 7 und 10 in verändertem Takt und mit teilweiser neuer Linienführung Handorf anfahren. Die SPD wehrt sich gegen eine Abkopplung des Stadtteils, fordert vielmehr die Wiedereinrichtungen von Schnelllinien wie den City-Express. „Der ÖPNV kann nur dann eine Alternative zum KFZ werden, wenn man günstig und schnell an sein Ziel kommt“, resümiert Steinmann. Die SPD prüft ebenso die Reaktivierung eines Bahnhaltepunktes in Handorf. Die Bahnstrecke ist nach unserer Auffassung die einzige alternative Trasse zur Warendorfer Strasse. Der Nahverkehrsplan blendet die zukünftige Wohnbauentwicklung und die Erreichbarkeit einer möglicherweise entstehenden JVA aus.

Die Planungen um die Justizvollzugsanstalt in Handorf waren zum Schluß Gegenstand der Diskussion. Derzeit werden alle alternativen Standorte geprüft, Fachgutachten zum Standort in Handorf erarbeitet. Zur Zeit gibt es nach Auffassung des BLB NRW aber keine Hinweise, vom präferierten Standort in Handorf abzuweichen.

Gegen Ende der Vorträge hatten die BürgerInnen Gelegenheit, Fragen, Anregungen und Kritik mit den politischen Vertretern zu diskutieren.