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Aufgaben des Stadtteils gehören in engagierte Hände

Auch in diesem Jahr konnte OV-Vorsitzender Michael Dauskardt auf dem Neujahrsempfang der SPD in Handorf neben den Mitgliedern wieder zahlreiche Gäste der örtlichen Vereine und Ehrenamtlichen im Heimathaus begrüßen. Die SPD hatte als Redner den Bundestagsabgeordneten Christoph Strässer, den Landtagsabgeordneten Thomas Marquardt sowie die Ratskandidaten für Handorf und Gelmer, Ludger Steinmann und Michael Dauskardt im Programm, die die politischen Schlaglichter des Jahres 2013 resümierten und Ausblicke auf das Jahr 2014 gaben.

Christoph Strässer berichtete den Gästen von den tagespolitischen Ereignissen in Berlin, die ganz im Zeichen der Großen Koalition stehen. Dabei bestritt er auch nicht, lange Zeit gegen eine Große Koalition gewesen zu sein. Aber mit dem deutlichen Auftrag des SPD-Mitgliedervotums im Rücken kann man sich nicht einer Arbeit verschließen, die sozialdemokratische Themen in ein entsprechendes Regierungshandeln umsetzt. Gleichwohl gibt Strässer mit Blick auf Grüne und Linke zu bedenken, dass die Demokratie Instrumente entwickeln muss, die eine wirksame Oppositionsarbeit auch in Zeiten übermächtiger Mehrheitsverhältnisse ermögliche.

neujahrsempfang2014Der Vorstand der SPD Handorf mit den Jubilaren: v.l.n.r.: Christoph Strässer, Thomas Marquardt, Marion Mix, Alwin Binder, Hermann Terborg, Christine Reinicke, Michael Dauskardt u. Ludger Steinmann

Thomas Marquardt kritisierte in seinem Grußwort, dass das derzeit in den Medien diskutierte Erscheinungsbild der Stadt in Sachen Sicherheit und Ordnung nur mit negativen Aspekten belegt sei, die Erfolge jedoch kaum Erwähnung fänden. Ebenso gab er in Sachen JVA zu bedenken, dass man hier im Stadtteil auch damit rechnen müsse, Kröten zu schlucken, die Wahl also durchaus auf Handorf fallen könne.

Ludger Steinmann machte in seinem Redebeitrag deutlich, dass das Verfahren zur Standortsuche für eine JVA auch innerhalb der SPD kritisch hinterfragt werden muss. „Eine Entscheidung, die über Generationen Auswirkungen auf den betreffenden Stadtteil haben wird, muss in jeder Phase objektiv nachvollziehbar und unter sorgfältiger Abwägung aller Alternativen und Argumente für und wider getroffen werden. Fakt ist, dass ein Neubau einer JVA am diskutierten Standort den raumordnerischen Zielen und Planungen der Stadt widerspricht“ so Steinmann. Das Gewerbegebiet Hessenweg bietet ausreichend Flächenreserven für die Ansiedlung von Gewerbe und eine JVA. „Es eignet sich einfach besser“ , meint Ludger Steinmann. Eine deutlich Absage erteilt der Ratskandidat auch den Bestrebungen der CDU vor Ort, die gerade erstellten KITA-Pavillons auf dem ehemaligen Freibadgelände in Flüchtlingsunterkünfte umzuwidmen. „Der Bedarf an KITA-Plätzen in Handorf wird zukünftig eher größer und nicht kleiner, die Pavillons stehen nicht zur Verfügung!“

Michael Dauskardt, der für den Wahlbezirk Gelmer kandidiert, greift die Flüchtlingsproblematik auf. „Die Unterbringung von Flüchtlingen ist nicht geeignet, zum Gegenstand einer halbherzigen Provisoriumspolitik zu werden.“ Die Befürchtungen und Sorgen der Anwohner müssen aber auch ernst genommen werden. Eine Einrichtung, die von der Bevölkerung abgelehnt wird, mache keinen Sinn. Vorrangiges Ziel der Stadtteilpolitik der SPD sei weiterhin die schnelle Umsetzung der Verlagerung der Sportstätten und die damit einhergehende Wohnbauentwicklung auf den frei werdenden Flächen.

Michael Dauskardt stellte auch die Kandidaten der SPD für die BV Ost vor. „Mit Marion Mix, Dietmar Wemhoff und Erika Preller stellen wir ein Team auf, dass für die Kontinuität der engagierten SPD-Politik steht“, so Dauskardt.

Hermann Terborg übernahm als Unterbezirksvorsitzender der SPD nur zu gerne die Aufgabe, den Jubilaren für ihre langjährige Treue zur SPD und der immer noch vorhandenen Bereitschaft, aktiv mitzuwirken, zu danken. Geehrt wurden Christine Reinicke und Alwin Binder für ihre 40jährige Mitgliedschaft.