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JVA – SPD Handorf votiert für Ausweitung der Standortsuche

Auf der letzten Mitgliederversammlung hat der SPD-Ortsverein in Handorf einstimmig für die Ausweitung der Standortsuche für einen Neubau einer JVA gestimmt. Es ist nicht nachvollziehbar, so die Vorsitzenden Michael Dauskardt und Ludger Steinmann, warum sich die Flächensuche ausschließlich auf Freiflächen mit hoher Wertigkeit für die Landwirtschaft und den Natur- und Landschaftsschutz beschränkt. Der aufgekommene Streit zwischen NABU und Vertretern der Landwirtschaft ist unnötig, da beide Gruppierungen dasselbe Ziel haben, nämlich wertvolle Freiflächen von einer unumkehrbaren Versiegelung und Bebauung freizuhalten, so Ludger Steinmann. Ebenso ist ein weiterer Flächenverbrauch nicht zu akzeptieren, da es zu den erklärten Zielen der Stadt Münster gehört, die Flächeninanspruchnahme für neue Bauaktivitäten in den nächsten Jahren deutlich zu reduzieren.

Die Suche nach einem Standort für den notwendigen Neubau einer JVA in Münster sollte daher auch solche Flächen berücksichtigen, die in der Flächennutzungsplanung ohnehin für eine Bebauung oder auch gewerbliche Entwicklung vorgesehen waren, ergänzt Michael Dauskardt. Eine Überprüfung des tatsächlichen Nutzens und der Bedarfe dieser Flächen muss im Rahmen einer objektiven Entscheidungsfindung für einen JVA-Standort mit durchgeführt werden, sind sich die SPD-Vertreter einig. Pauschale Ausschlussformulierungen können kein Einvernehmen herstellen. Der SPD-Ortsverein Handorf kommt zu dieser Meinung vor dem Hintergrund, dass die ursprünglich zugesagte ergebnisoffene Standortprüfung nach den jüngsten Pressemitteilungen des BLB-NRW offensichtlich nicht mehr stattfindet. 

Die vorzeitige Festlegung und Eröffnung des Antragsverfahrens für das Gelände nördlich der Kötterstraße lässt viele Fragen unbeantwortet und wird von den BürgerInnen des Stadtteils ohne transparente Prüfung von Alternativen nicht akzeptiert, so die SPD.