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JVA – Gewerbegebiete werden nun auch geprüft

Als vollen Erfolg dürfen unsere Mitglieder im Ortsverein ihr Votum für die Ausweitung der Standortsuche werten. Die Stadtverwaltung hat in einem Pressebericht der Westfälischen Nachrichten bestätigt, dass Gewerbegebiete entgegen der von uns kritisierten pauschalen Ausschlußformulierung nun doch in die Standortsuche aufgenommen wurden. Das lässt ein wenig hoffen, denn die von uns zur näheren Prüfung vorgeschlagene Fläche im Gewerbegebiet Hessenweg böte genug Raum für eine JVA und eine weitere gewerbliche Entwicklung. Die Flächen sind seit 1985 für eine Bebauung vorgesehen, allerdings hat der erhoffte Ansiedelungserfolg von Unternehmen nur teilweise stattgefunden. So groß kann der tatsächliche Bedarf an Fläche für Gewerbe und Dienstleistungen offensichtlich nicht sein, denn der Standort am Hessenweg war schon Gegenstand einer Prüfung für die Errichtung eines neuen Fußballstadions und für den Bau von Windkraftanlagen. Der klassische Konflikt um die Versiegelung von landwirtschaftlichen Nutzflächen oder für Natur- und Landschaft wertvolle Bereiche entfällt auch, da ein Gewerbegebiet in den entsprechenden Fachplanungen für eine Bebauung vorgesehen ist und die naturschutzrechtlichen Ausgleichsmaßnahmen stattgefunden haben. Die verkehrliche Erschließung liegt ebenfalls vollständig vor, eine Buslinie verkehrt regelmäßig. Dichte Wohnbebauung in näherer Umgebung gibt es ebenfalls nicht. Allenfalls die Nähe zum Ölhafen könnte problematisch sein.

Viele Gründe, die für eine JVA im Hessenweg sprechen. Verschweigen darf man aber nicht, dass Gewerbegebietsflächen für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Stadt notwendig sind. Aber eine Überprüfung des tatsächlichen Nutzens und der Bedarfe ist immer hilfreich, und sei es nur, um planerischen Fehlentwicklungen zukünftig vorzubeugen.